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Juli 10, 2025Matjes – der zarte, milde Heringsgenuss hat eine jahrhundertealte Tradition und ist bis heute eine Delikatesse. Doch woher kommt Matjes eigentlich? Wie wird er hergestellt, und was macht ihn so besonders? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Geschichte des Matjes ein, erkunden seine Herstellung, regionale Besonderheiten und warum er bis heute so beliebt ist.
Was ist Matjes?
Matjes ist ein mild gesalzener, enzymatisch gereifter Hering, der vor allem in den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien geschätzt wird. Sein Name leitet sich vom niederländischen „Maagdenharing“ (Jungfrauenhering) ab, da er aus noch nicht geschlechtsreifen Fischen hergestellt wird.
Die Besonderheit von Matjes
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Junger Hering: Gefangen vor der Geschlechtsreife, daher besonders fettreich und zart.
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Fermentation: Durch milde Salzung und enzymatische Reifung erhält er seinen typischen Geschmack.
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Traditionelle Verarbeitung: Seit Jahrhunderten nach ähnlichen Methoden hergestellt.
Die Geschichte des Matjes – Von den Anfängen bis heute
Die Ursprünge im Mittelalter
Die Geschichte des Matjes reicht bis ins Mittelalter zurück. Schon im 14. Jahrhundert wurde in den Niederlanden Hering durch Salzen und Fermentieren haltbar gemacht. Der Legende nach erfand der Fischer Willem Beukelszoon im 14. Jahrhundert das „Kehlen“ – das Entfernen der Kiemen und eines Teils der Eingeweide, wodurch der Hering länger frisch blieb.
Matjes als Handelsgut
Dank der neuen Konservierungsmethode wurde Hering zu einem wichtigen Handelsgut der Hanse. Vor allem die Niederlande und Norddeutschland profitierten vom „Silber des Meeres“.
Industrialisierung und moderne Herstellung
Im 19. Jahrhundert wurde die Matjesproduktion weiter professionalisiert. Kühltechniken und standardisierte Salzmischungen verbesserten die Qualität. Heute wird Matjes sowohl handwerklich als auch industriell hergestellt, wobei traditionelle Methoden weiterhin geschätzt werden.
Wie wird Matjes hergestellt?
Die Herstellung von Matjes folgt einem präzisen Prozess:
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Fang: Der Hering wird zwischen Mai und Juli gefangen, wenn er besonders fettreich ist.
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Kehlen: Kiemen und ein Teil der Innereien werden entfernt, die Bauchspeicheldrüse bleibt erhalten.
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Salzen: Der Fisch wird in Salz eingelegt, wodurch er fermentiert und haltbar wird.
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Reifung: Durch Enzyme der Bauchspeicheldrüse wird der Hering zart und entwickelt sein typisches Aroma.
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Verpackung: Nach der Reifung wird Matjes filetiert und meist in Konserven oder Gläsern angeboten.
Regionale Unterschiede und Spezialitäten
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Holländischer Matjes: Mild und buttrig, oft frisch als „Hollandse Nieuwe“ vermarktet.
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Deutscher Matjes: Etwas kräftiger im Geschmack, häufig in Norddeutschland genossen.
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Skandinavischer Matjes: In Schweden und Norwegen oft mit Gewürzen wie Dill serviert.
Matjes heute – Eine Delikatesse mit Tradition
Matjes bleibt ein fester Bestandteil der nordischen Küche. Ob klassisch mit Bratkartoffeln und Speckstippe, im Brötchen oder als modern interpretierter Snack – seine Beliebtheit ist ungebrochen.
Fazit
Die Geschichte des Matjes ist eng mit der Kultur Nordeuropas verbunden. Was als einfache Konservierungsmethode begann, ist heute eine geschätzte Delikatesse. Wer Matjes probiert, schmeckt nicht nur Fisch, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte.




